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Förderung der Internationalen Jugendarbeit im Jahr 2023

04.08.2022 LJA

Viele kleine Flaggen unterschiedlicher Länder (51214957)

Förderung der Internationalen Jugendarbeit im Jahr 2023

Nachdem pandemiebedingt in den Jahren 2020 und 2021 nur wenige oder keine physischen internationalen Jugendaustausche durchgeführt werden konnten, konnten in 2022 wieder erste Begegnungen vor Ort stattfinden. Alles zu Antragsfristen, Neuerungen und allgemeinen Hinweisen für 2023.

Die Termine zur Anmeldung / Beantragung von internationalen Jugendbegegnungen für das Jahr 2023 sind bekannt und sollen an die in Frage kommenden Träger möglichst kurzfristig weitergegeben werden. Die Anträge müssen unbedingt termingerecht eingereicht werden, da nicht termingerecht vorgelegte Anträge von Seiten der jeweiligen Geldgeber abgelehnt werden.
Im Einzelnen handelt es sich um folgende Förderbereiche bzw. Termine:

1. Bundesmittel / Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP Bund)

1.1 Antragsfristen

  • Maßnahmen mit Israel und Tschechien

Das Antragsverfahren für Jugendbegegnungen und Fachkräfteprogramme in Präsenz mit Israel und Tschechien bleibt unverändert.

Hier gilt als Antragsschluss der 03.09.2022.

Bitte bei deutsch-israelischen Maßnahmen beachten:

Die israelischen Partner müssen entsprechende Anträge beim Public Council in Tel-Aviv stellen, sonst können sie über den Fachausschuss nicht gefördert werden.

  • Maßnahmen mit den USA

Für Vorhaben mit den USA werden die Mittel eines Sonderprogramms zur Verfügung gestellt. Die Förderung erfolgt analog der Richtlinie über die Gewährung von Zuschüssen und Leistungen zur
Förderung der Kinder- und Jugendhilfe durch den Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP) (RLKJP). Anträge im Rahmen dieses Sonderprogramms können ohne Antragsfristen gestellt werden.

  • Maßnahmen mit China

Für Vorhaben mit China gilt als Antragsschluss der 04.10.2022.
Aufgrund der hohen Visakosten wurden ab dem 01.01.2022 bis auf weiteres nach VIII.3 RL-KJP diese Kosten im Sonderprogramm China bis zu einer Höhe von 150 EUR bezuschusst. Sie können über den pauschalen Fahr- / Flugkostenzuschuss hinaus beantragt werden.

  • Maßnahmen im Rahmen der längerfristigen Förderung

Für Vorhaben im Rahmen der längerfristigen Förderung – hierzu zählen Maßnahmen mit/in Ägypten, Belgien, Estland, Finnland, Großbritannien, Italien, Japan, Kasachstan, Lettland, Litauen, Marokko, Mongolei, Niederlande, „NUS-Staaten“ (z.B. Armenien oder Georgien), Palästina, Portugal, Slowakei, SOE (südosteuropäische Länder wie z.B. Bulgarien oder Rumänien), Spanien, Tunesien, Türkei, Ukraine, Ungarn sowie multilaterale Maßnahmen und Maßnahmen des ehemaligen JPEProgramms (Jugendpolitische Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern) – gilt als Antragsschluss der 03.12.2022.

  • Maßnahmen mit Russland

Informationen im Zusammenhang mit der Antragstellung für den Deutsch-Russischen Jugendaustausch lasse ich Ihnen zu einem späteren Zeitpunkt gesondert zukommen.

1.2 Allgemeine Regelungen zur Antragstellung

  • Für Förderungen im Rahmen des Länderverfahrens gilt bei Vorhaben mit den USA, China und den Ländern der längerfristigen Förderung:

Für jede beantragte Maßnahme ist darzulegen, warum sie nicht den Richtlinien der Landesförderung entspricht und daher aus Mitteln des Bundes bezuschusst werden soll.

  • Für alle oben genannten Maßnahmen ist zu beachten:

Bei Maßnahmen, für die eine Förderung aus Bundes- und Landesmitteln beantragt wird, ist zu begründen, warum sie zusätzlich zur Landesförderung aus Bundesmitteln bezuschusst werden sollen.
Die Teilnahme öffentlich Bediensteter an Jugendbegegnungen oder Fachkräfteprogrammen ist nicht zuwendungsfähig.
Maßnahmen, die im Rahmen kommunaler und regionaler Partnerschaften vorgesehen sind, sind von der Förderung aus Bundesmitteln ausgeschlossen, sofern internationale Abkommen oder Vereinbarungen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) dies nicht ausdrücklich zulassen.

1.3 Weitere Informationen

  • Statistik der internationalen Jugendarbeit

Zur Weiterentwicklung der Statistik der internationalen Jugendarbeit bitte ich Sie besonderes Augenmerk auf die Formblätter M zu richten. Wie bereits zu verschiedenen Anlässen und in verschiedenen Zusammenhängen dargestellt, hängt von der Vollständigkeit und Korrektheit der Angaben die Verlässlichkeit der Statistik ab, die sowohl für das BMFSFJ als auch die Akteure der internationalen Jugendarbeit eine wichtige Argumentationshilfe darstellt.

Bei bilateralen Begegnungen im Ausland ist die Zahl der Teilnehmenden der Partnergruppe anzugeben. Bei multilateralen Begegnungen im Ausland, insbesondere bei Großveranstaltungen, ist die vom Veranstalter veröffentlichte Gesamtteilnehmendenzahl anzugeben. Auf eine Zuordnung zu den Ländern der ausländischen Teilnehmenden wird verzichtet, sofern der Veranstalter dazu keine Angaben veröffentlicht. Auf die Angaben des Anteils der Teilnehmerinnen („darunter weiblich“) sowie des Anteils in der Altersgruppe („darunter jugendliche TN v. 8 – 26 J.“) wird aus Gründen der Praktikabilität verzichtet.

  • Förderung von Begegnungen mit Chören, Musik- und Tanzgruppen

Für die Förderung von internationalen Begegnungen mit Chören, Musik- und Tanzgruppen wurden Kriterien zur Bewertung der Förderungswürdigkeit erarbeitet, die die besonderen Rahmenbedingungen bei Begegnungen von Ensembles berücksichtigen. Die Kriterien können unter http://www.bkj.de/ eingesehen oder bei der BKJ nachgefragt werden.

2. Deutsch-Französisches Jugendwerk (DFJW)

Zu einem vollständigen Antrag gehören:

o Antragsformular (Formblatt A2-AMB)
o Formblatt S
o geplantes Programm mit Tageseinteilung
o Kosten- und Finanzierungsplan (AV-K1)
o Formblatt „Kalkulation der Zuschläge“ (falls Zuschläge beantragt werden)
o Formblätter AV3 und AV3K (für Kleinaktivitäten)

Aktuelle Antragsunterlagen können auf der Internetseite des Bundesministeriums heruntergeladen werden:
https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/richtlinien-des-kinder--und-jugendplans-des-bundes/133494
Die Antragsformulare für Israel sind hier zu finden: https://www.conactorg.de/foerderung/austauschprogramme/formulare
Die Antragsformulare für Tschechien sind hier zu finden: https://www.tandemorg.de/foerderung/ausserschulisch/downloads.html

Gleichlautende Antragstellungen verschiedener Maßnahmen finden bei der Förderung keine Berücksichtigung. Das Gleiche gilt für kopierte Projektbeschreibungen bei IN- und OUT-Programmen.

o Antragsvorlage bei der zuständigen staatlichen Stelle des Partners
Das BMFSFJ erachtet es als notwendig, dass die jeweilige ausländische Partnergruppe das Programmvorhaben ebenfalls der dort zuständigen staatlichen Stelle vorlegt, und zwar auch dann, wenn von der Partnerseite keine Förderung beantragt wird.

o Trilaterale Programme (mit Beteiligung der Jugendwerke / Koordinierungsstellen)
Bezüglich der Zuständigkeiten und Fördermöglichkeiten für trilaterale Programme mit Beteiligung der Jugendwerke oder der Koordinierungsbüros stehe ich Ihnen für Fragen gerne zur Verfügung.

2. Deutsch-Französisches Jugendwerk (DFJW)

Die von Ihnen für 2023 geplanten Maßnahmen sind formlos bis zum 15.10.2022 anzumelden. Die Anmeldungen sollten folgende Angaben enthalten:

o Name des französischen Partners,
o geplanter Durchführungsort und –zeitraum,
o Art der Unterbringung der Teilnehmenden,
o geplante Anzahl der deutschen und französischen Teilnehmenden sowie der Betreuenden,
o Höhe des beantragten Zuschusses.

Die vollständigen Anträge auf Förderung deutsch-französischer Jugendbegegnungen sind spätestens bis zum 15.12.2022 vorzulegen. Mit dem Antrag ist ein Programmentwurf vorzulegen. Anträge, die nach dieser Frist eingehen, können nur nachrangig berücksichtigt werden. Eine Förderung ist dann nur möglich, wenn ausreichend Rest- oder Rücklaufmittel zur Verfügung stehen.

Hierbei ist das Zentralstellenverfahren zu beachteb: Antragsteller, die einem beim DFJW als Zentralstelle anerkannten Verband angehören, wenden sich bitte mit ihrem Antrag direkt an ihren bundeszentralen Verband.

Die Förderrichtlinien können auf der Homepage des DFJW eingesehen werden. Hier stehen auch die notwendigen Formulare zum Download sowie ein Rechner zur Ermittlung der Fahrtkostenzuschüsse bereit: https://www.dfjw.org, Suchfeld: Formulare

3. Deutsch-Polnisches Jugendwerk (DPJW)

Deutsch-polnische Veranstaltungen melden Sie bitte formlos (unter Angabe der wesentlichen Daten) bis zum 15.10.2022 an.

Den offiziellen, vollständigen Antrag bitte bis spätestens zum 01.02.2023 (bzw. drei Monate vorBeginn der Maßnahme, wenn diese vor dem 01.05.2023 beginnt) vorlegen. Anträge, die nach dem 15.04.2023 eingehen, können nur noch nachrangig berücksichtigt werden. Eine Förderung ist dann nur möglich, wenn ausreichend Rest- oder Rücklaufmittel zur Verfügung stehen.

Das o.g. Zentralstellenverfahren gilt auch hier, auch wenn sich die beiden Jugendwerke zum Teil unterschiedlicher Zentralstellen bedienen.

Die Förderrichtlinien können auf der Homepage des DPJW eingesehen werden. Hier stehen ebenfalls die notwendigen Formulare zum Download sowie ein Rechner zur Ermittlung der Fahrtkostenzuschüsse bereit: https://dpjw.org/antrag/antrag-ausfuellen/

Der Antrag kann auch online über das OASE-Portal gestellt werden, dazu ist der Button „Antrag online“ auf der Startseite zu nutzen.

4. Deutsch-Griechisches Jugendwerk (DGJW)

Der Antrag besteht aus:

- einem von beiden Partnerorganisationen im Original unterschriebenen Antragsformular,
- dem Programm der Begegnung,
- Informationen über die pädagogische / internationale Erfahrung und Qualifikation der
Betreuungspersonen,
- einem Ausdruck der Strecke (z.B. von Google Maps oder Falk.de).

Das Antragsformular sowie weitere Informationen über die Antragstellung sind auf der Seite des DGJW https://dgjw-egin.org/foerderung/ zu finden.

Für die deutschen Träger gilt auch hier das Zentralstellenverfahren. Den mit der griechischen Partnerorganisation gemeinsam entwickelten Antrag ist in deutscher Sprache bis zum 01.10.2022 hier einzureichen. Zur Fristwahrung kann dies vorab per Email erfolgen. Der Antrag ist auf dem Postweg mit den originalen Unterschriften beider Partner unverzüglich bis spätestens 15.10.2022 nachzureichen.

5. EU-Förderung aus dem Programm Erasmus+ Jugend in Aktion

Umfassende Infos zu diesem Programm sind im Internet unter www.webforum-jugend.de zu finden. Es lohnt sich dazu auch immer, allein schon wegen der Komplexität des Förderprogramms, einen persönlichen Termin beim Bonner Büro „Jugend für Europa“ zu vereinbaren.

6. Weitere Beratungsangebote:

Für inhaltliche und Verfahrensberatung zu Maßnahmen der internationalen Jugendarbeit steht, neben den Landesjugendämtern, die „Servicestelle Internationale Jugendarbeit“ fachlich beratend zur Seite: http://www.servicestelle-ija-nrw.de/ oder per Email: servicestelle@aktuelles-forum.de
Für nähere Informationen und fachliche Beratung zum Jugendaustausch mit dem Zielland Türkei kann darüber hinaus die Deutsch-Türkische Jugendbrücke: https://jugendbruecke.de angefragt werden.

7. Hinweis für die Jugendämter:

Die Informationen sollen möglichst kurzfristig an die in Ihrem Bereich in
Frage kommenden Träger / Vereine / Gruppierungen weitergegeben werden. Fragen zu den von den verschiedenen Geldgebern praktizierten Zentralstellenverfahren / Länderverfahren (welcher Träger hat wo zubeantragen?) werden gern beantwortet.

Ergänzende Hinweise

  • Die „Nachweise International“ dokumentieren und bescheinigen die Teilnahme, das Engagement und die Kompetenzen von Jugendlichen in internationalen Projekten und tragen so zur Weiterentwicklung und Qualitätssteigerung der internationalen Jugendarbeit bei. Der Erfolg dieses Instruments hängt auch von deren breiter Akzeptanz und Verwendung ab. Informationen dazu unter: www.nachweise-international.de
  • Eine mehrsprachige Plattform zur Evaluation internationaler Jugendbegegnungen unter www.i-eval.eu/de

Ihr Kontakt zu uns

Foto von Andrea BeckerAndrea Becker
Förderung
Warendorfer Straße 25
48145 Münster
Tel: 0251 591-3609
E-Mail: andrea.becker@lwl.org