Strukturdatenerhebung OKJA – Offene Kinder- und Jugendarbeit
Ergebnisse der 10. Strukturdatenerhebung Offene Kinder- und Jugendarbeit NRW zum Berichtsjahr 2023: Erste kleine Schritte zur gesellschaftlichen Normalität nach der Corona Pandemie
Die Strukturdatenerhebung zur Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) informiert alle zwei Jahre über die Teilnehmenden, das Angebot, das Personal, die Ehrenamtlichen, die Finanzen und die Kooperation mit Schulen in Nordrhein-Westfalen. In der aktuell erschienenen 10. Strukturdatenerhebung OKJA NRW zum Berichtsjahr 2023 wird erstmals ein Zeitraum nach Ende der Corona-Pandemie erfasst. In diesem Jahr wurden auch die letzten allgemeinen Schutzmaßnahmen – wie etwa die Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr – aufgehoben. Die 10. Strukturdatenerhebung OKJA NRW zum Berichtsjahr 2023 bildet damit einen Zeitraum ab, in dem die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) nach und nach wieder ohne pandemiebedingte Einschränkungen arbeiten konnte.
Vor diesem Hintergrund liegt das Hauptaugenmerk für das Berichtsjahr 2023 darauf, zu untersuchen, ob und inwieweit sich das Arbeitsfeld nach den Einschränkungen der Coronapandemie stabilisiert hat und an welchen Stellen weiterhin Herausforderungen bestehen. Dabei werden sowohl Vergleiche mit dem pandemiegeprägten Jahr 2021 als auch – punktuell – mit dem Jahr 2019 vorgenommen, um zu prüfen, ob zentrale Strukturmerkmale der OKJA wieder das Vor-Pandemie-Niveau erreicht haben bzw. ob und wo sich längerfristige Veränderungen abzeichnen.
Erhoben wurden die Daten bei den 186 Jugendämtern in NRW, die jeweils die Angaben zu allen öffentlich geförderten, auf Dauer angelegten Angeboten und den konzeptionell damit verbundenen Veranstaltungen der OKJA der öffentlichen und freien Träger in ihrem Bezirk bereitstellten. Mit einer von 99,5% (185 teilnehmende Jugendämter) wurde die bisher höchste Beteiligung erzielt, was die Hochrechnungen für Gesamt-NRW besonders verlässlich macht.
Der Bericht bietet neben den Ergebnissen auch Reflexions- und Interpretationsimpulse für die kommunale Ebene. Damit regt er an, sie im Rahmen der kommunalen Wirksamkeitsdialoge für einen Qualitätsdialog zur zukünftigen Entwicklung der OKJA zu nutzen.